Seedsman Blog

Cannabis-Legalisierung in Kalifornien umgesetzt!

Frohes Neues Jahr!

Das Jahr 2018 startet gut für die weltweite Legalisierungs-Bewegung, vor allem für Cannabis-Fans in Kalifornien: seit dem 1. Januar darf dort nun endlich – ohne einen medizinischen Nutzen nachweisen zu müssen – von jeder und jedem Volljährigen Marihuana in dafür vorgesehenen Geschäften gekauft werden. Somit schließt sich vorläufig der Kreis, denn Kalifornien war der erste Bundesstaat der Vereinigten Staaten, der im Jahr 1996 durch eine Volksabstimmung beschlossen hatte, Cannabis für medizinische Zwecke zu legalisieren.

Wie viel hat sich seitdem getan! Etwa die Hälfte aller amerikanischen Bundesstaaten hat inzwischen Cannabis in der ein oder anderen Form zur medizinischen Verwendung freigegeben, gemeinsam mit Kalifornien haben sieben weitere Bundesstaaten sogar Cannabis komplett legalisiert. Und das entgegen der herrschenden Bundesgesetze, die Marihuana und Co. immer noch zusammen mit Heroin als Schedule-I-Droge einstufen (wohingegen, kaum zu glauben, etwa Kokain tatsächlich nur als weniger besorgniserregende Schedule-II-Droge kategorisiert ist).

Hollyweed

Dass nun auch in Kalifornien Gras zum Freizeitspaß gänzlich legal ist, wird sich für die gesamte Cannabis-Bewegung weltweit auszahlen! Denn Kalifornien ist nicht nur der mit Abstand bevölkerungsreichste Staat der USA, auch das Film-Mekka Hollywood mit seinen Stars und Sternchen (die sich mit ihren Joints nun nicht mehr verstecken müssen) liegt dort. Es führt also kaum ein Weg daran vorbei, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von Marihuana und Haschisch noch weiter zunehmen wird. Die Prohibition in Amerika wird somit hoffentlich Schritt für Schritt abgeschafft.

Und das hat auch Vorteile für alle Nicht-Kiffer: Denn es wird davon ausgegangen, dass allein in Kalifornien nun jährlich mit mehreren Milliarden Dollar Umsatz aus dem Cannabis-Geschäft zu rechnen ist. Allein die Steuereinnahmen werden in diesem ersten Jahr vermutlich bereits Einnahmen von über einer Milliarde Dollar ausmachen. Und so wunderte es auch nicht, dass bereits Stunden vor Eröffnung der ersten Marihuana-Dispensaries am 1. Januar Hunderte Menschen in Schlangen warteten, um ja nicht leer auszugehen und auch, um Teil dieses historischen Prozesses zu sein. Wie die “Los Angeles Times” berichtete, waren von Business-Menschen in Anzügen bis hin zu einem jungen Mann im Schlafanzug verschiedenste weed-begeisterte Personen anzutreffen.

Gras zum Spaß

Insgesamt haben bislang etwa 50 Gras-Shops in Kalifornien eröffnet, einige werden noch nachfolgen. Viele von ihnen haben zuvor bereits medizinisches Marihuana verkauft, das nun durch die neue steuerliche Einordnung in Kalifornien etwa ein Drittel teurer werden wird. Das meiste Marihuana Kaliforniens stammt aus dem sogenannten Emerald Triangle im Norden des Bundesstaats, der vermutlich größten Anbauregion für Cannabis in den ganzen Vereinigten Staaten, wo bereits seit Jahrzehnten riesige Mengen Weed produziert werden. Eigentlich wurde aufgrund der bevorstehenden und nun umgesetzten Legalisierung eine Rekordernte erwartet, doch die Waldbrände der zurückliegenden Wochen und Monate verhinderten dies. Die immer wieder zu großen Problemen führende Wasserknappheit in Kalifornien geht übrigens auch nicht zuletzt auf den massenhaften Anbau von Marihuana zurück.

Einwohner wie Touristen Kaliforniens ab 21 Jahren dürfen nun jedenfalls bis zu 28 Gramm (eine Unze) Cannabis erwerben. Im Laufe des Jahres werden auch die amerikanischen Bundesstaaten Massachusetts und Maine nachziehen und den legalen Verkauf von Marihuana und Haschisch umsetzen. Auch der nördliche Nachbar der USA, Kanada, wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Sommer dieses Jahres das Versprechen wahrmachen und Cannabis im ganzen Land legalisieren. Dieser weltweite Trend wird auch irgendwann nicht mehr vor Deutschland, Österreich und der Schweiz haltmachen können!

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