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Cannabis Ruderalis

Cannabis Ruderalis gilt als Unterart der Cannabis Sativa und sie ist bekannt dafür, dass sie unabhängig von der Lichtperiode zu blühen beginnt. Diese irgendwie kuriose Form von Cannabis stammt vermutlich von Cannabis-Sativa-Pflanzen, die von Plantagen im Freien irgendwo in Russland „entkommen“ sind. Heute sind in ganz Zentral- und Osteuropa in der Wildnis große Bestände der Ruderalis-Pflanzen zu finden. Der Name “Ruderalis” kommt vom deutschen Wort “ruderal”, ein Begriff für Unkraut, das am Straßenrand wächst. Daher hat sie von Züchtern den Namen “Kraut aus dem Straßengraben” erhalten. Ähnliche Ruderalis-Bestände können in den Vereinigten Staaten und Kanada gefunden werden, wo Hanf-Anbau gängige Praxis war. Wilder Hanf war in den Vereinigten Staaten in der Tat so weit verbreitet, dass die Regierung die Tilgungsprogramme zur Bekämpfung der schnell wachsenden Cannabisbestände sponserte. Sie waren jedoch letztlich mit ihren Bemühungen nicht erfolgreich, weil sich Cannabis so schnell ausbreitet, dass es fast unmöglich ist, es auszurotten, sobald es Fuß gefasst hat. Es gibt viele verschiedene unwillkürliche Cannabis-Bestände auf der ganzen Welt, aber nur wenige von ihnen sind selbstblühend.

Als die russischen Cannabis-Pflanzen aus der Kultur entkamen und jenseits des Einflussbereichs der Menschen waren, verloren sie die Züge, auf die sie selektiv gezüchtet wurden und entwickelten einen neue Merkmale, die für das Überleben in der Wildnis nötig waren. Ruderalis-Pflanzen sind etwas kleiner als ihre Sativa- und Indica-Pendants, vielleicht weil sie weniger Zeit haben zu wachsen, bevor sie zu blühen beginnen. Cannabis ruderalis ähnelt im Aussehen Cannabis sativa, gehört zu den schmalen Blatttypen der Cannabispflanzen. Die Pflanzen sind relativ kurz, aber schmächtig mit unregelmäßigen Knoten und spärlicher Knospenstruktur. Obwohl Ruderalis als Unterart von Cannabis-Sativa betrachtet wird, ist es auch möglich, dass sie sich aus Cannabis-Indica-Pflanzen entwickelt habt, die weiter und weiter in den Norden wanderten. Um zu überleben, mussten sie früh anfangen zu blühen und schneller fertig sein als zuvor – ein Merkmal, das sich vielleicht weiterentwickelte, bis sie schließlich zur Gänze selbstblühend wurden.

Die Klassifizierung von Cannabis-Pflanzen ist manchmal schwierig, da sie das Aussehen ändern können, je nachdem wo sie angebaut werden. Es versteht sich von selbst, dass die Cannabis-Pflanze bei der Anpassung an verschiedene Umgebungen sehr gut ist. Anders als ihre Sativa und Indica Cousins, sind Ruderalis-Pflanzen für einen sehr niedrigen THC-Gehalt bekannt, während sie einen höheren Gehalt des therapeutischen Cannabinoid CBD vorweisen. Pflanzen mit hohem THC-Gehalt kommen meist in kontrollierten Beständen vor und entstehen durch selektive Züchtung durch Menschen. Wildpflanzen können ein völlig anderes chemisches Profil haben, das eine breitere Cannabinoidmischung enthält. Die Umgebung und insbesondere starkes Sonnenlicht ist der Hauptfaktor, der die Pflanzen unter Druck setzt, Trichome und damit Cannabinoide zu entwickeln. Nördlichen Klimazonen setzen in diesem Sinne die Pflanzen weniger Druck und fördern die frühe Reifung und die Beständigkeit gegen hohe Feuchtigkeit. Das ist ein Punkt, an dem wir behaupten können, dass Cannabis-Sativa der Vorfahr von Cannabis Ruderalis sein könnte, denn Cannabis Indicas sind an feuchte Umgebungen angepasst, was durch ihrer Blütenstruktur deutlich zum Ausdruck kommt. Sie scheinen geschickter dabei zu sein, Wasser zu speichern, was darauf hindeuten würde, dass sie aus den trockenen Regionen der Welt stammen. Sativas auf der anderen Seite kommen aus den Tropen, wo der Feuchtigkeitsgehalt sehr hoch sein kann. Das ist wohl einer der Gründe, warum Sativas so eine lockere Knospenstruktur haben, die mehr Luft um die Blumen herum zirkulieren lässt und die Möglichkeit, dass sie von Schimmel befallen werden, verringert. Vermutlich schlossen die „entkommenen“ Pflanzen einige mit ein, die früher als die anderen blühten, und das waren die Pflanzen, die Zeit hatten, ihre Gene an die nächste Pflanzengeneration weiterzugeben. Im Laufe zahlreicher Generationen sind noch früher blühende Pflanzen entstanden. Irgendwann gab es eine Pflanzengeneration, die vor den anderen blühten, unabhängig von der Photoperiode. Sie waren die ersten selbstblühenden Pflanzen.

Die Blüte von Cannabispflanzen wird durch eine komplexe Reihe von Ereignissen ausgelöst, die sensorische Pigmente und Hormone sowie spezifisch kodierte Enzyme und Proteine involvieren. Alle Lebensformen auf diesem Planeten haben einen sogenannten Bio-Rhythmus, ein Mechanismus, der sich als Reaktion auf Licht und Dunkelheit entwickelt hat. Dieser Mechanismus diktiert gewisse Verhaltensweisen zu bestimmten Zeiten, – z. B. der Zeitpunkt der Blüte bei Pflanzen. Es ist eine Art innere biologische Uhr, die auf zellulärer Ebene arbeitet. Es hat sich jedoch gezeigt, dass sich diese innere Uhr zu bestimmten Zeiten im Jahr bei Lebensformen weit nördlich des Äquators, wo die Länge der Tage während der Jahreszeiten erheblich variiert, abschalten kann. Die Möglichkeit diesen Mechanismus während der dunklen Wintertage und der sonnigen Sommernächte abzuschalten, verhindert, dass die Organismen völlig durcheinander geraten oder wenn es um Menschen geht, diese verrückt werden. Das ist einer der Gründe, warum Cannabis Ruderalis automatisch blühen kann. Es ist eine Antwort auf die langen Tage und kurzen Nächte der Sommerzeit dort, wo sie gefunden werden kann. Alles, was die Pflanze in ihrer Umgebung spürt, sagt, dass sie weiterhin vegetativ wachsen soll und dass es noch nicht Zeit ist, zu blühen. Um jedoch zu überleben, müssen die Pflanzen früh anfangen zu blühen, um Zeit zu haben, voll entwickelte Samen zu bilden. Indem sie den Bio-Rhythmus herunterfahren, sind sie auch in der Lage, jederzeit zu blühen. Es ist auch möglich, dass die automatische Blüte dank einer schnellen Produktion von blütenverursachenden Hormonen angeregt wird.

Die Autoflowering-Fähigkeit könnte etwas sein, dass alle Cannabis-Pflanzen in ihrem genetischen Code haben, aber bei normalen Indica- und Sativa-Pflanzen ruht diese Fähigkeit, weil es keine Notwendigkeit dafür gibt. Es ist aber auch möglich, dass Autoflowering ein erworbenes Merkmal ist, das sich als Ergebnis einer schnellen Evolution der schelmischen Pflanzen entwickelte, die darum kämpften, in freier Wildbahn zu überleben. Vielleicht hatten einige der frühen Outdoor-Züchter auch ein Händchen bei der Schaffung dieser Stämme, indem sie immer Pflanzen auswählten, die unter den Indica- oder Sativa-Beständen früh reiften. Es gibt eine Menge Spekulationen, woher diese Pflanzen kamen, aber eines ist sicher: Indica-, Sativa- und Ruderalis-Pflanzen können gekreuzt werden, was sie zu sehr engen Verwandten macht. Die genaue taxonomische Klassifizierung der drei Unterarten der Cannabis-Pflanze hängt weitgehend davon ab, als was Sie die Pflanzen sehen wollen. Strukturell könnten Sie die eine Antwort bekommen, während Sie eine andere bekommen könnten, wenn Sie die chemische Zusammensetzung der Cannabinoide, die in der Pflanze gefunden werden, untersuchen.

Den meisten Menschen muss diese merkwürdige Unterart der Cannabis-Pflanze wegen der Eigenschaften, die sie besitzt, völlig nutzlos erschienen sein. In der Tat, frühe niederländische Züchter äußerten ihre Bedenken, als die Pflanzen in der heimischen Zuchtszene auftauchten. Wird sie im Innenbereich gezüchtet, sind die Ergebnissen nicht gut, weil sie die Photoperiode ignoriert und innerhalb eines Monats, nachdem sie aus dem Boden hervorkommt, automatisch blühen wird, normalerweise nach dem 5. bis 7. Satz von echten Blättern. Strukturell ist sie nicht ideal und produziert kleine Ernten mit schwachen Knospe. Diese Punkte werden in der Regel bei Diskussionen über Autoflowering Pflanzen erwähnt und viele können nicht verstehen, warum jemand mit Pflanzen arbeitet, die Ruderalis-Gene enthalten, wenn es so viele ausgezeichnete Sativas und Indicas gibt. Obwohl das stimmt, ist das nicht der Punkt, weil diese Autoflowering Pflanzen wegen ihrer ungewöhnlichen Fähigkeit unabhängig von der Photoperiode zu blühen und ihrer hohen Resistenz gegen Schimmel, Umweltbelastungen und Insekten-Prädation, Dinge, die für Züchter, bei denen Photoperiode und Umgebung für normale Pflanzen ungeeignet sind, von unschätzbarem Wert sind. Normale Pflanzen würden nicht rechtzeitig beginnen zu blühen und selbst wenn, würden sie wegen der niedrigen Temperaturen und des harten Wetters niemals fertig werden und nichts als unreife Knospen haben. Kurz gesagt, die selbstblühenden Pflanzen sind die beste Wahl für Züchter im Norden, die wenig Wahlmöglichkeiten haben, womit sie beginnen. Autoflowering-Pflanzen fangen so früh zu blühen an und werden so schnell fertig, dass es sein kann, dass sie nur 10 Wochen vom Samen zur samenhaltigen erwachsenen Pflanze brauchen.

Während der 1970er Jahre experimentierten kanadische Landwirte mit Ruderalis-Kreuzungen in der Hoffnung, einen Hinweis auf ihre Vergangenheit zu finden. Sie fanden heraus, dass Ruderalis-Pflanzen mit hochwirksamen Pflanzen gekreuzt werden konnten, wodurch Pflanzen mit Zwischenstufen im THC-Gehalt entstanden sind. Im Laufe der Jahre haben viele Züchter versucht, starke Autoflowering-Hybriden aus Ruderalis-Genen zu entwickeln. Neville Schoenmaker (der Vater der niederländischen Samenbanken und Gründer von The Seed Bank, jetzt bekannt als Sensi Seeds) versuchte, eine Reihe von verschiedenen Pflanzen mit russischen Ruderalis zu kreuzen, um stabile Autoflowering-Hybriden zu schaffen, aber er hatte wenig Glück bei der Suche nach geeigneten Pflanzen. Sensi Seeds bietet noch einige dieser experimentellen Hybriden an, nämlich Ruderalis Indica und Ruderalis Skunk, sowie Four-Way, die ein Viertel Ruderalis mit Northern Lights und Skunk # 1 ist. Obwohl diese Pflanzen Ruderalis-Gene enthalten, sind sie laut Sensi Seeds nicht zur Gänze selbstblühend.

Während dieser Zeit experimentierten auch die kanadischen Züchter auf den British Columbia Gulf Islands mit früh reifenden Outdoor-Sorten. Sie bemerkten, dass einige Pflanzen immer viel früher als der Rest blühten und begannen, diese Samenlinien zu erforschen und suchten nach guten Pflanzen. Dies hat schließlich zur Sorte Mighty Mite geführt, die jetzt wegen ihrer extrem frühen, wenn auch nicht selbstblühenden, Blüte berühmt geworden ist. Es gibt viele Spekulationen darüber, ob Mighty Mite tatsächlich Ruderalis-Gene enthält. Eine Sache ist sicher – es ist eine der am frühesten blühenden Outdoor-Pflanzen, die es gibt. Die Mighty Mite gibt es mittlerweile sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich, wo sie unzählige Male hybridisiert wurde, um frühzeitig reifende, aber starke Sorten wie Guerilla Gold zu schaffen. Es ist manchmal schwierig, zwischen extrem frühen “Semi-Auto” und vollständig selbstblühenden Pflanzen zu unterscheiden, denn sie können sich scheinbar ähnlich verhalten, obwohl sie einen völlig unterschiedlichen Stammbaum haben können. Vielleicht sollte es eine Differenzierung der beiden geben, wo eine aufgrund von genetischen Kriterien als Autoflowering eingestuft wird und die andere als eine normale, aber früh reifende Pflanze, die sich an die kältere, nördliche Umgebung angepasst hat. Einige dieser Stämme sind von vor dreißig Jahren, was bedeutet, dass die Pflanzen Zeit hatten, sich an die lokale Umgebung zu gewöhnen und damit Eigenschaften zu entwickeln, die ihr Überleben sichern. Zufälligerweise sind viele dieser Stämme rein oder sativa-dominant, die auf indirekte Weise die Theorie unterstützen, dass Cannabis ruderalis von dieser Seite des Stammbaums abstammt. Diese Pflanzen sind an sich nicht selbstblühend, aber sie blühen so früh, dass es schwierig sein kann irgendeinen Unterschied zu erkennen.

Es gibt viele verschiedene kommerziellen Hanfsorten, aber nur sehr wenige dieser Stämme basieren auf wilden Ruderalis. Einer der berühmtesten ist FIN-314. Besser als Finola bekannt, ist es eine selbstblühende Hanfsorte, die im Jahr 1995 für kommerzielle Zwecke in Finnland gezüchtet wurde (womit sie für das restliche Skandinavien und andere nördliche Länder wie Kanada geeignet ist). Die THC-Konzentration ist auf ein für die Regierung akzeptables Niveau beschränkt. Bei über 0,3 % wird es als Droge eingestuft. Obwohl diese Pflanzen sehr wenig THC enthalten, sind sie reich an CBD und können zu medizinischen Zwecken verwendet werden. Die russische Ruderalis wurde ebenfalls erfolgreich in industrielle Hanfstämme umgewandelt, die für Fasern, Saatgut und Öl verwendet werden.

Ruderalis wird oft verpönt, aber ein Züchter, der mit der Ruderalis-Pflanze sehr vertraut war und ihr Potential bemerkte, war Joint Doctor. Er erhielt von einem Freund, der exotische Cannabis-Stämme sammelte, eine seltsame selbstblühende Pflanze namens Mexican Rudy. Der Name suggeriert kryptisch, dass sie mexikanischen Ursprungs ist, aber wie und wo diese Pflanze genau erschaffen wurde ist reine Spekulation. Manche wollen glauben, dass die Ruderalis-Pflanzen, die bei diesen Kreuzungen verwendet wurden, vom kommerziellen Hanfstamm FIN-314 stammten, während andere glauben, dass die Mexican Rudy von experimentellen Pflanzen stammt, die irgendwann in den 1970er Jahren an einer Universität oder in einer anderen staatlichen Institution in den Vereinigten Staaten angebaut wurden . Unabhängig von ihrer Vergangenheit erkannte der Joint Doctor ihr Potential und ihren Nutzen und begann damit, mit ihr zu arbeiten, um eine attraktivere Pflanze mit einer größeren Ausbeute und einem besseren Qualitätsprodukt zu schaffen. Es wurde ihm bald klar, dass die geringe Größe der Autoflowering-Pflanzen irgendwie mit dem ungewöhnlichen Autoflowering-Merkmal verbunden war. Im Laufe mehrerer Generationen kreuzte er die mexikanische Rudy mit Northern Lights und William’s Wonder. Das Ergebnis dieses Projektes war die erste Lowryder-Pflanze. Mit dieser Pflanze begann die Ära der Autoflowering-Pflanzen, die jetzt von vielen In-und Outdoor-Züchtern verwendet werden.

Seitdem haben sich die Lowryder und ihre Verwandten zu stärkeren Hybriden entwickelt. Die Züchtung von Autoflowering-Hybriden ist keine leichte Aufgabe. In Wirklichkeit sind gerade sie am schwierigsten, weil das Autoflowering-Merkmal rezessiv ist. Das bedeutet, dass diese Züge von der normalen Blüte übertüncht werden, wenn Sie eine Autoflowering-Pflanze mit einer normalen Pflanze kreuzen. Wenn man einen neuen Autoflowering-Hybriden auf Basis einer normalen Pflanze schaffen möchte, muss der daraus resultierende Nachwuchs mindestens zweimal selektiv mit echten Autoflowering-Pflanzen zurückgekreuzt werden, damit die Nachkommen diese Eigenschaft behalten. Diese Pflanzengeneration wird nur einen kleinen Prozentsatz der Gene der normalen Pflanze enthalten, mit der wir begonnen haben, so dass mehrere zusätzliche Rückkreuzungen notwendig sein könnten, um die Züge des normalen Elternteils auszuschalten. In der Theorie bedeutet das, dass jeder kommerzielle Autoflowering-Stamm vor seiner Markteinführung seit mindestens drei Generationen angebaut wurde. In Wirklichkeit könnte es in manchen Fällen weniger sein, aber in den meisten Fällen wahrscheinlich eher mehr, denn die Verankerung bestimmter Merkmale kann harte Arbeit sein. Seit den Anfängen der Lowryder folgten viele den Fußstapfen von Joint Doctor und Sie können nun viele verschiedene Samenbanken und Züchter finden, die selbstblühende Pflanzen anbieten. Es war schon immer der Traum dieser Züchter, eine Autoflowering-Pflanze in voller Größe zu schaffen und dieser Traum könnte bald Realität werden, da viele Züchter an “Super Autos” arbeiten, die das Autoflowering-Merkmal beibehalten, aber auch die Größe und Form der normalen Pflanzen vorweisen . Der andere Traum, die Schaffung von Autoflowering Haze, wird auch bald Realität werden, da wir viele private Züchter sehen, die sich bemühen, die ultimative Autoflowering-Sorte auf der Grundlage dieser bekanntermaßen starken Samenlinien zu schaffen.

Autoflowering-Stämme könnten jedoch aufgrund ihres Ruderalis-Erbes und relativ hohen CBD-Konzentrationen medizinisch von größtem Nutzen sein. Ironischerweise werden Autoflowering-Stämme von Menschen, die auf der Suche nach qualitativen Stämmen mit hohem CBD-Gehalt sind, oft übersehen, einfach weil sie nichts von dieser besonderen Eigenschaft wissen.

Egal wie Sie diese Pflanzen sehen, sie sind in der einen oder anderen Form ein Gewinn. Es ist ein gewisses Maß von Verantwortung bei den Züchtern nötig, vor allem bei Outdoor-Kulturen, weil unerwünschte Pollination bei diesen Pflanzen Ruderalis und Hanf-Gene in den Gen-Pool einbringen. Solange die Bestände kontrolliert werden, haben wir von diesen Pflanzen wenig zu befürchten und Aussagen, dass sie den Genpool der gesamten Spezies ruinieren, sind vielleicht nicht gerechtfertigt. Cannabis Ruderalis ist ein Beweis dafür, wie gut sich diese Pflanze an verschiedene Umgebungen anpassen kann. Es ist ein Überlebender des höchsten Grades und kann Form und Verhalten verändern, um sich an seinen neuen Lebensraum anzupassen. Wo andere Pflanzen versagen und aussterben, gedeihen Ruderalis-Pflanzen und bringen neue Pflanzengenerationen hervor.

When the Russian cannabis plants escaped from cultivation and beyond the reach of human hands, they lost the traits that they were selectively bred for and developed a new set of traits that were suitable for survival in the wild. Ruderalis plants are slightly smaller than their sativa and indica counterparts, perhaps because they have less time to grow before they begin flowering. Cannabis ruderalis resembles cannabis sativa in appearance, belonging to the narrow leaf type of cannabis plants. The plants are relatively short but lanky with infrequent nodes and sparse bud structure. Although ruderalis is considered a subspecies of cannabis sativa, it is also possible that they evolved from cannabis indica plants that migrated further and further north. In order to survive, they had to start flowering sooner and finish faster than before – a trait that possibly continued to evolve until they finally became fully autoflowering.

The classification of cannabis plants is sometimes difficult as they can change appearance depending on where they are grown. It goes without saying that the cannabis plant is very good at adapting to different kinds of environments. Unlike their sativa and indica cousins, ruderalis plants are known to contain very low levels of the THC, while sporting higher levels of the therapeutic cannabinoid CBD. High THC plants mostly occur in controlled populations and arise from selective breeding by humans. Wild plants can have a totally different chemical profile that contains a wider assortment of cannabinoids. The environment, and specifically, strong sunlight, is the main factor that puts pressure on the plants to develop trichomes and thereby cannabinoids. Northern climates put less pressure on the plants in that sense and promote early maturation and resistance to high humidity instead. This is one point where we can argue that cannabis sativa could be the ancestor of cannabis ruderalis because cannabis indicas are not very well suited to humid environments, which is clearly expressed in their floral structure. They seem more adept at conserving water, which would indicate that they originate from the dry regions of the world. Sativas on the other hand originate in the tropics, where the humidity can rise to very high levels. That is probably one of the reasons why sativas have such loose bud structure which allows more air to circulate around the flowers, and reduces the chance of them being affected by mould. Presumably, the escaped plants included some individuals that flowered earlier than the others and those were the plants that had time to pass on their genes to the next generation of plants. Over the course of numerous generations even earlier plants emerged. At some point, there came a generation of plants that flowered well before the others, regardless of the photoperiod. They were the first autoflowering plants.

Flowering in cannabis plants is triggered by a complex series of events that involves sensory pigments and hormones, as well as specifically coded enzymes and proteins. All life forms on this planet have something called the Circadian Rhythm, which is a mechanism that evolved in response to light and darkness. This mechanism dictates certain behaviour at certain times, – the time of flowering, for example, in the case of plants. It is a sort of internal biological clock that works on a cellular level. It has, however, been shown that this internal clock can switch off at certain times of the year in life forms far north of the equator, where the length of the day varies considerably between seasons. Allowing this mechanism to switch off during the dark winter days and sunny summer nights prevents the organisms from going haywire, or in the case of humans, crazy. This is one of the reasons why cannabis ruderalis can flower automatically. It’s a response to the long days and short nights of summertime in the areas where it can be found. All that the plant senses about its environment tells it to continue growing vegetatively and that it is not time to flower yet. However, in order to survive, the plants have to start flowering early in order to have time to make fully developed seeds. By shutting down the circadian rhythm, they also become free to flower at any time. It is also possible that the automatic flowering is boosted thanks to a rapid production of flower-inducing hormones.

The autoflowering ability might be something that all cannabis plants have embedded into their genetic code, but the ability lies dormant in normal indica and sativa plants because there is no need for it. It is, however, also possible that autoflowering is an acquired trait that developed as a result of rapid evolution among the rogue plants that were struggling to make it in the wild. Perhaps some of the early outdoor growers also had a hand in creating these strains by always selecting plants that matured early among indica or sativa populations. There is a lot of speculation as to where these plants came from, but one thing is certain;: indica, sativa and ruderalis plants can interbreed, which makes them very closely related. The exact taxonomic classification of the three subspecies of the cannabis plant is largely up to how you chose to see the plants. Structurally, you might get one answer while you might get another if you examine the chemical composition of the cannabinoids that are found in the plant.

To most people, this strange subspecies of the cannabis plant must have seemed totally useless because of the traits it possesses. Indeed, early Dutch breeders voiced their concerns when the plants surfaced in the home growing scene. It cannot be grown indoors with good results because it will disregard the photoperiod and start flowering automatically within a month after it emerges from the soil, usually after the 5th to 7th set of true leaves. It’s not ideal structurally and produces small harvests of low potency bud. These things are usually brought up in discussions about autoflowering plants and many cannot fathom why anybody would bother working with plants that contain ruderalis genes when there are so many excellent sativas and indicas. Sensi Seeds Ruderalis SkunkAlthough this is true, it is beside the point because these autoflowering plants are grown for their unusual ability to flower regardless of the photoperiod and their high resistance to mold, environmental stress and insect predation, things that are invaluable to growers where the photoperiod and environment is unsuitable for regular plants. Normal plants won’t start flowering in time and even if they were to, they would never finish due to low temperatures and harsh weather, leaving the nothing but immature bud. In short, the autoflowering plants are the best choice for northern growers who have little choice to begin with. Autoflowering plants start to flower so early and finish so quickly that they can go from seed to seed-bearing adults in as little as ten weeks.

During the 1970’s Canadian agriculturalists experimented with ruderalis crosses in hope of finding some clue to its past. They found that ruderalis plants could be crossed with high potency plants, which gave them plants with intermediate levels of THC. Over the years, many growers and breeders have tried developing potent autoflowering hybrids from ruderalis genes. Neville Schoenmaker (the father of Dutch seed banks and founder of The Seed Bank, now known as Sensi Seeds) tried combining a number of different plants with Russian ruderalis in order to create stable autoflowering hybrids, but he had little luck in finding suitable plants. Sensi Seeds still offer some of those experimental hybrids, namely Ruderalis Indica and Ruderalis Skunk, as well as Four-Way, which is one quarter ruderalis with Northern Lights and Skunk #1 thrown into the mix. Although these plants contain ruderalis genes, the individuals are not all fully autoflowering according to Sensi Seeds.

During this time Canadian growers on British Columbia’s Gulf Islands also experimented with early maturing outdoor varieties. They noticed that some plants always seemed to flower much earlier than the rest and they started exploring those seeds lines in search of good plants. This eventually gave birth to the Mighty Mite strain that has now become famous for its extremely early, if not autoflowering abilities. There is wide speculation on whether Mighty Mite actually contains ruderalis genes. One thing is for certain– it is one of the earliest outdoor plants that can be found. The Mighty Mite has since spread to both indoor and outdoor grows where it has been hybridized countless times in order to create early maturing but potent varieties including Guerilla Gold. It is sometimes difficult to draw a line between extremely early “Semi-Auto” and fully autoflowering plants because they can be seemingly similar in behaviour although they might have totally different pedigree. Perhaps there should be some distinction between the two, where one is classified as autoflowering based on genetic criteria and the other is considered a normal but early maturing plant that has acclimatized to the colder, northern environment. Some of these strains date back as much as thirty years, meaning that the plants have had time to grow accustomed to the local environment and thereby developed traits that ensure their survival. Coincidentally, many of these strains are pure or sativa dominant which would, in an indirect way, support the theory that cannabis ruderalis stems from that side of the family tree. These plants are not autoflowering per se, but so early that it can be difficult to spot any difference.

There are many different varieties of commercial hemp, but very few of these strains are based on wild ruderalis. One of the most famous is FIN-314. Better known as Finola, it is an autoflowering hemp strain developed in 1995 for commercial crop growing in Finland (making it suitable for the rest of Scandinavia and other northern countries such as Canada). Its THC concentration is limited to a level acceptable to the government. Above 0.3%, it is classified as a drug. Although these plants contain very little THC, they are rich in CBD and may have some medicinal uses. Russian ruderalis has also been successfully transformed into industrial hemp strains which are grown for fibre, seed and oil.

Ruderalis is often frowned upon, but one grower that became very familiar with the ruderalis plant and noticed its potential was the Joint Doctor. He was given a strange autoflowering plant called Mexican Rudy by a friend who was collecting exotic cannabis strains. The name cryptically suggests Mexican origin, but what exactly made up this plant is pure speculation. Some would like to believe that the ruderalis plants that were used in these crosses originated from the commercial hemp strain FIN-314, while others believe that the Mexican Rudy was based on experimental plants that were grown at some university or other government institution in the United States sometime during the 1970’s. Regardless of its past, the Joint Doctor recognized its potential and usefulness and started working with it in order to create a more appealing plant with a bigger yield and better quality finished product. It soon became apparent to him that the small size of the autoflowering plants was somehow connected with the unusual autoflowering trait. Over the course of several generations he crossed the Mexican Rudy with Northern Lights and William’s Wonder. The result of this project became the first Lowryder plant. This plant begun the era of autoflowering plants which are now widely used by both indoor and outdoor growers.

Since then, the Lowryder and its relatives have evolved into more potent hybrids. Breeding autoflowering hybrids is no easy task. In fact, they are just about the most difficult because the autoflowering trait is recessive. This means that if you cross an autoflowering plant with a regular plant, the traits become masked by normal flowering. If one wants to create a new autoflowering hybrid based on a normal plant, the resulting offspring has to be selectively back crossed at least twice to true breeding autoflowering plants in order for the offspring to retain this trait. That generation of plants will only contain a small percentage of the genes from the normal plant that we started out with, so several additional back crosses might become necessary in order to lock down the traits from the normal parent. In theory, this means that every commercial autoflowering strain has been grown for at least three generations before its release. In reality, it might be less in some cases, but probably more in most because fixing certain traits can be hard work. Many have followed in the Joint Doctor’s footsteps since the early days of the Lowryder and now you can find many different seed banks and breeders that offer autoflowering plants. It has always been the dream of these breeders to create a full sized autoflowering plant and that dream might soon become a reality as many breeders are working on “Super Autos” that retain the autoflowering trait but also grow into the size and shape of normal plants. The other dream, of creating autoflowering Haze, will also soon become a reality as we see many private growers making an effort to create the ultimate autoflowering strain based on these notoriously potent seed lines.

The greatest use of autoflowering strains might, however, be medicinal due to their ruderalis heritage and relatively high concentrations of CBD. Ironically, autoflowering strains are often overlooked by people looking for good quality high-CBD strains, simply because of a general unawareness of this particular property.

No matter how you choose to regard these plants, they are an asset in one form or another. They do require some degree of responsibility from the grower, especially in outdoor crops because unwanted pollination by these plants will infuse ruderalis and hemp genes into the gene pool. As long as populations remain controlled, we have little to fear from these plants and statements that they are ruining the gene pool of the entire species, is perhaps unwarranted. Cannabis Ruderalis is proof of how well this plant can adapt to different environments. It is a survivalist of the highest degree and can change shape and behaviour in order to grow accustomed to its new habitat. Where other plants fail and die out, ruderalis plants prosper and give rise to new generations of plants.

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