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Deutschland: Riesige Nachfrage nach Cannabis als Medizin

In Kürze ist es genau ein Jahr her, dass in Deutschland die Möglichkeit ins Leben gerufen wurde, Cannabis ohne Sondergenehmigung der Bundesregierung vom Arzt verschrieben zu bekommen. Zwar ist es immer noch recht schwierig, an das begehrte Rezept zu kommen – und oft auch noch einmal eine große Hürde, die Kosten für dieses auch von der Krankenkasse erstattet zu bekommen, doch konnten sich die Patientenzahlen seitdem immerhin vervielfachen.

Ein Jahr Cannabis auf Rezept

Vor der Gesetzesänderung gab es ziemlich genau 1.000 Menschen in Deutschland, die im Besitz einer Sondergenehmigung für den Erwerb von Cannabis aus der Apotheke waren. Trotz der vielen Schwierigkeiten mit Ärzten, Formularen und Krankenkassen, gingen seit März 2017 über 13.000 Anträge auf medizinisches Marihuana oder ähnliche Cannabisprodukte bei den Krankenkassen ein. Diese bewilligten allerdings nicht einmal zwei Drittel dieser Anträge auf Kostenerstattung. Angeblich sollen, nach Aussagen der Krankenkassen, Ablehnungen oft auf Formfehler bei der Antragsstellung zurückzuführen sein.

Leider sind aber auch die deutschen Apotheken nicht gut aufgestellt, wenn es um Marihuana geht. Diese und ihre Patienten leiden nach wie vor unter Lieferengpässen – was durch die gesteigerte legale Nachfrage nicht besser wird. An dieser Stelle müsste dringend von den zuständigen Stellen etwas unternommen werden, da es einfach nicht sein darf, dass viele Patienten immer wieder ohne ihr Medikament dastehen – erst recht, da es in vielen Fällen elementar zur Behandlung gehört.

Über die Hälfte der deutschen Ärzte ist für eine Legalisierung

Der „Ärztenachrichtendienst“ befragte derweil über 850 Ärzte aus Deutschland in einer Online-Umfrage, was diese von Cannabis und Co. halten. Das Ergebnis fiel recht erfreulich aus: 53 Prozent der befragten deutschen Ärzte votierten für eine vollständige Legalisierung von Marihuana und Haschisch, 36 Prozent konnten sich immerhin auf den medizinischen Gebrauch einigen und bloß 12 Prozent möchten beides nicht umgesetzt wissen. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch leider nicht, dass 53 oder sogar 88 Prozent der Ärzte auch Cannabis verschreiben würden. Patienten, die noch auf der Suche nach einem Doktor sind, der ihnen THC-haltige Produkte verschreibt, können ein Lied davon singen.

Cannabis als Opioid-Alternative

Die weltweite Forschung förderte in den letzten Wochen weitere gute Argumente für medizinisches Marihuana zutage. So reduziert etwa THC-Konsum die Opioid-Einnahme von Patienten: an der Universität von Neumexiko in den Vereinigten Staaten stellte man fest, dass Patienten, die neben Opioiden auch Cannabis zu sich nahmen, weniger oder schlußendlich gar keine Opioide mehr benötigten. Auch die allgemeine Lebensqualität konnte durch die Einnahme von Cannabis gesteigert werden. Eine klinische Studie zeigte zudem auf, dass der Konsum des nicht psychoaktiven Cannabinoids Cannabidiol bei der Behandlung der Symptome von Shizophrenie hilfreich sein könnte.

Cannabis und Alkoholmissbrauch

Und auch diejenigen, die unter Alkoholismus leiden, könnten mit Marihuana ein besseres Leben führen (und auch besser die Chance ergreifen, ganz auf Alkohol zu verzichten, wie andere Studien zeigten). Forscher aus den Staaten kamen durch die Analyse von Daten von 320.000 Erwachsenen mit Alkoholmissbrauch in ihrer Lebensgeschichte zu dem Schluss, dass Cannabis einige der schlimmen Folgen von jahrelangem Saufen etwas in Schach halten kann, so zum Beispiel Leberkrebs, Leberzirrhose oder Fettleber. Tatsächlich ist das Risiko, sich eine Leberzirrhose oder Fettleber einzufangen, um etwa 50 Prozent reduziert, wenn neben Alkohol regelmäßig Cannabis konsumiert wird. Doch medizinisches Cannabis greift Alkohol und seine Auswirkungen auch auf andere Art und Weise an: aus den amerikanischen Bundesstaaten mit legalem medizinischen Marihuana wurde gemeldet, dass sich dieses negativ auf die Alkoholverkäufe dort auswirkt: der Verkauf von Bier sank um 13,8 Prozent, der Verkauf von Wein um gar 16,2 Prozent.

Kein Rezept?

Doch was machen nun diejenigen Patienten, denen kein Rezept oder keine Kostenerstattung zugute kommt? In Ländern mit legalen Möglichkeiten zum Cannabis-Anbau ist diese Frage ganz einfach zu beantworten: einfach bei Seedsman.com Cannabissamen bestellen und sich die gute Medizin ganz einfach und ohne größeren Aufwand selbst ziehen!

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