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Die Geschichte der Cannabis Indica

Die ganze Geschichte der Cannabis Indica zu erzählen ist keine leichte Aufgabe. Die Geschichte umfasst viele Gebiete der Welt, die für ihre traditionelle Produktion von Haschisch bekannt sind. Viele dieser Gebiete haben sich im Laufe der Jahre politisch verändert, was die Geschichte der Cannabis Indica zu einer sehr interessanten macht. Seit der Einführung in die kommerzielle Zucht-Szene, hat sie dazu beigetragen, eine beeindruckende Anzahl neuer Stämme zu schaffen, darunter der unbestrittene König Cannabis Skunk # 1, die zu einem Viertel eine Afghani ist.

Am besten beginnt man mit der Klassifizierung der Pflanze; was wir heute Cannabis Indica nennen, ist eine Wüsten- und Bergzüchtung, die sich an das trockene Klima angepasst hat. Sie ist oft kurz und gedrungen, dicht verzweigt mit großen Blättern und engen Knospen, obwohl dies nicht immer der Fall ist, da manche auch sehr groß werden. Strukturell scheint die Indica-Pflanze auf das Speichern von Wasser spezialisiert zu sein, was sinnvoll ist, da sie aus einer trockenen Region mit wenig Feuchtigkeit und Niederschlag kommt. Pflanzen vom Indica-Typ blühen in der Regel schnell, während reine Sativas sehr lange brauchen können, um fertig zu werden. Die Cannabis Indica wurde als Unterart der Cannabis Sativa eingestuft, weil sie zuerst entdeckt wurde, aber die jüngsten Studien haben gezeigt, dass wahrscheinlich das Gegenteil stimmt. Die Pflanze könnte möglicherweise aus Zentralasien oder vom indischen Subkontinent stammen, genauer gesagt irgendwo aus der Bergregion Hindu Kush. Es gibt auch einige Spekulationen, ob die Cannabis Indica und die Cannabis Sativa tatsächlich die selbe Spezies sind oder nicht. So oder so können sich alle Cannabis-Pflanzen untereinander vermehren und neue Variationen der Pflanze hervorbringen. Cannabis Indica haben eine lange Anbautradition bei der Produktion von Haschisch, während Sativas hauptsächlich für Samen, Sensimillia (samenlose Knospen) oder Fasern verwendet werden. Sativas wurden traditionell in fast allen Äquatorregionen der Welt (Mexiko, Thailand, Kolumbien, Jamaika etc.) und Indica in Mittel- und Südasien sowie auf dem indischen Subkontinent (Afghanistan, Pakistan, China, Indien, Tibet, Nepal) gezüchtet. Es scheint wahrscheinlich, dass die Cannabis-Pflanze so weit verbreitet ist, dank ihrer Kultivierung durch den Menschen. Seeleute und Reisende haben im Laufe der Jahrhunderte Cannabis-Samen exportiert und diese Pflanzen wurden dann selektiv in verschiedenen Gebieten für verschiedene Zwecke gezüchtet und haben sich seitdem an die lokale Umgebung und das Klima angepasst. Dies hat auch zu einer breiten Palette von Pflanzen geführt, die sich sowohl im Aussehen als auch in der chemischen Zusammensetzung voneinander unterscheiden.

Obwohl die jüngste Klassifikation von Cannabis-Pflanzen deutliche zwischen Indicas und Sativas unterscheidet, gibt es Raum für Diskussionen. Die meisten Pflanzen fallen in eine von zwei Gruppen; die mit hauptsächlich schmalen Blättern oder die mit hauptsächlich breiten Blättern. Diese werden auch in Untergruppen von kultivierten und wilden Stämmen unterteilt, die entweder für die Verwendung als Medikament oder Fasern angebaut werden. Die Indicas mit breiten Blättern sind in der Regel kurz und gedrungen, während die mit schmalen Blättern ähnlich wie Sativas größer und schlanker sein können. In der Tat haben neuere Studien gezeigt, dass die meisten Sativas, die heute angebaut werden, tatsächlich zur Kategorie der Indicas mit schmalen Blättern gehören sollten. Der Chemotyp und das Cannabinoidprofil der Pflanzen variieren je nach traditioneller und geographischer Lage und das ist die neue Art, den Überblick über die verschiedenen Stämme zu behalten. Die Klassifizierung ist nicht so einfach, weil Crossover-Stämme existieren, die irgendwo dazwischen liegen, wie indica-artige Pflanzen mit sativa-artigen Knospen und umgekehrt. Verschiedene Indica-Arten wurden über die Jahre auch untereinander gekreuzt, was ihre Klassifizierung noch schwieriger macht. Die breitblättrige Pflanze wird normalerweise mit der Cannabis indica in Verbindung gebracht und besteht zum größten Teil aus Afghani und Pakistani Kush. Sowohl medizinische Indicas als auch Sativas können einen hohen THC haben, aber das ist in der Regel das Ergebnis selektiver Zucht, da wilde Cannabispflanzen in der Regel einen relativ hohen CBD-Gehalt aufweisen. Das High der Indica kann mit einem Wort beschrieben werden: narkotisch. Während Sativas vor allem im Kopf wirken, bieten Indicas ein starkes „Allround-High“, dass Sie manchmal benommen macht. Das führt dazu, dass Indicas als Schmerzmittel verwendet werden können und oft von Patienten, die medizinisches Cannabis konsumieren, bevorzugt wird.

Die politische Geschichte der Gebiete, die dafür bekannt sind, dass traditionell Indicas angebaut werden ist problematisch und hat sich auch auf die Pflanze selbst ausgewirkt. Die Gebiete umfassen Teile von Zentralasien, China, Indien, Nordafrika und des Nahen Osten. Der Verlauf der Geschichte und die politischen Unruhen haben die Gebiete, in denen Haschisch produziert wird, viele Male neu definiert. Afghanicas sind vielleicht am bekanntesten, zum Teil aufgrund ihres kommerziellen Erfolges. Afghanistan hat eine turbulente Geschichte bezüglich Kriegen und Besetzungen, zuletzt von der Sowjetunion. Ohne zu tief in die Details dieses Kriegs zu gehen, hatte er einen großen Einfluss auf die traditionelle Produktion von Haschisch, wofür das Land einmal bekannt war. Sie wurde jetzt weitgehend durch Opiumhandel ersetzt, der zu einem der größten der Welt geworden ist. Es gibt jedoch noch einige „vor-sowjetische“ Afghani, wie Deep Chunk oder die Maple Leaf Indica von Sensi Seeds. Andere bekannte Indica-Pflanzen von diesem Saatgutunternehmen sind Northern Lights, Afghani # 1, Hindu Kush und Hash Plant. Die Black Domina ist eine Mischung aus verschiedenen Afghanis, darunter eine ausgewählte Canadian Ortega.

Die afghanischen Indicas wurden traditionell in vielen verschiedenen Gebieten des Landes angebaut. Einige wurden in den Bergen angebaut, während andere an den Ausläufern oder im Tiefland gezüchtet wurden. Indicas sind weithin als medizinischer Stamm akzeptiert während Kafiristanica das Indica-Äquivalent der Ruderalis ist. Man glaubt, dass Kafiristanica auf Hash-Plant basieren, die aus Plantagen im Norden Indiens „entkommen“ sind. Diese Pflanzen wurden vom renommierten russischen Botaniker und Entdecker Nikolai Vavilov weitgehend dokumentiert und geben uns eine Vorstellung davon, wie die breitblättrigen Indicas aussahen, bevor sie domestiziert wurden. Lila Kush, die Afghanica-Sorte, herrscht ziemlich vor, aber manche scheinen zu glauben, dass auch einige Kafiristanica im Umlauf sind. Einige der lang verlorenen Afghani Charas-Sorten wie die riesige Mazar und die Sheberghan sind seit Kurzem auch wieder in reiner Form bei The Real Seed Company erhältlich. DNA Genetics hat auch eine Indica von Mazar-I-Sharif, namens Pure Afghani, ins Sortiment aufgenommen. Die Hindu-Kush-Indicas kommen aus der Bergregion gleichen Namens, die von Ost- und Zentral-Afghanistan bis in den Nordwesten von Pakistan reicht. Dieses Gebirge ist Teil des Himalaya und an seinem höchsten Punkt liegt die Hauptstadt von Chitral. Die Chitral-Pakistanis sind vielleicht gemeinsam mit den Tiefland-Sorten aus dem Kaschmir-Tal einige der bekanntesten. In einigen dieser Gebiete wachsen Sativas neben Indicas. Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Indica-Stämmen ist manchmal schwierig, da die Kulturen manchmal Grenzen überschreiten und mit der Kultur kommt Tradition. Zu einigen der besser bekannten reinen Pakistani Pflanzen gehören die X18 von Tom Hill und verschiedene andere Versionen der Himalaya-Indica. Einige der heute am angesehensten Stämme, wie OG Kush, basieren auch teilweise auf Pakistanis der alten Welt. Viele dieser alten Indica-Stämme, darunter Purple Kush, sind seit den späten 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten bewahrt worden, vor allem in den Bezirken Mendocino, Humboldt und Trinity in Kalifornien. L.A. Confidential von DNA Genetics ist eine reine Afghani, die auf einigen Erbanlagen alter Schule basiert. Hindu Kush ist eine der erschwinglichsten, stabilsten und einheitlichsten Linien von Sensi Seed, also lohnt sich einen Blick auf Seedsmans eigene Narkush. World of Seeds bieten auch ihre Versionen, der genannten Sorten und Pakistani Valley und Afghan Kush an. Dutch Passion hat eine breite Palette von Indicas, darunter Master Kush, die eine Mischung aus zwei Hindu Kush Sorten ist. Morroccan Hash Plant Afghan und Kush Hybriden werden von den meisten Samenbanken angeboten. Wenn Sie nach etwas verfeinerteren Erbanlagen suchen, möchten Sie vielleicht einen Blick auf einige der Stämme werfen, die T.H.Seeds, Reeferman, Alpine Seeds und Barney’s Farm anbieten.

Die Indica-Unterart von Cannabis erstreckt sich auch in den Nahen Osten und nach Nordafrika, wo die Lebanese und die Moroccan Hash heute vielleicht die bekanntesten sind. Diese Stämme sind manchmal der schmalblättrigen Indica-Pflanze näher und einige der reinen Moroccan Stämme, die in Samenform gefunden werden können, schließen Seedsman’s Hash Passion, Ketama von World of Seeds und Purple Maroc von Female Seeds mit ein. Pflanzen, die im Aussehen sativa-ähnlich sind, finden Sie weiter südlich von diesen Gebieten. Einige indica-dominante Pflanzen können jedoch auch in nördlichen Teilen von Indien, Nepal und Tibet gefunden werden, darunter die Nepalese Highland, die von Reeferman und The Real Seed Company angeboten wird.

Doch kommen andere Indica-Pflanzen auch aus der chinesischen Provinz Xinjiang, die an mehrere der oben erwähnten Länder grenzt. Die Pflanzen aus den südchinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan gelten als klare Cross-over-Sorten zwischen Indica und Sativa.

Nördlich von Afghanistan gibt es Gebiete, die früher Teil der Sowjetunion waren und noch davor Turkestan. Diese Gebiete wurden befreit, als die Sowjetunion zusammenbrach, und viele der neuen souveränen Gebiete haben ihre eigenen traditionellen Stämme der Cannabnis Indica. Einige der berühmtesten Haschischpflanzen dieser Region kommen aus Usbekistan, einschließlich der Taskenti von CannaBiogen. Weitere interessante Gebiete sind Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgisistan und Kasachstan. Viele der Indica-Stämme aus diesen Gebieten können ohne gute Kontakte nicht in Samenform erworben werden, aber hier bei Seedsman können Sie Ata Tundra kaufen, die aus einer Kazakhstani Indica und der weltberühmten Alaska Matanuska Valley Thunderfuck besteht. Braney’s Farm bietet auch eine Pflanze namens Crimea Blue an, die eine Mischung aus einer ukrainischen Hash Plant und einer Blueberry ist.

Indica-Pflanzen haben sich in vielen Gebieten des Globus verbreitet und finden sich heute an Orten, die von Kanada bis Afrika reichen.

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